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Call
Börsenbezeichnung für Kaufoption. Bei dieser zahlt der Käufer an den Verkäufer eine Hausseprämie, die ersteren berechtigt, innerhalb der Laufzeit jederzeit eine bestimmte Anzahl Aktien zum vorweg vereinbarten Preis zu erwerben. Der Verkäufer muss zu diesem Preis liefern. Geht die Kurserwartung nicht auf, kann sich beim call-Käufer ein 100%iger Verlust des eingesetzten Kapitals ergeben. Gegenteil: put.

Callable Anleihe

Oftmals sind Zinspapiere mit anhängenden Optionen ausgestattet. Beispielsweise werden am Euromarkt viele Papiere emittiert, die ein vorzeitiges Rückzahlungsrecht des Emittenten vorsehen. Dieses Recht, das dem Emittenten eine vorzeitige Kündigungsmöglichkeit verbrieft, wird als Call-Recht und das Papier als callable Anleihe bezeichnet. Gegensatz: Putable Anleihe.

Call-Option

Kauf-Option = Optionsrecht zum Kauf von festverzinslichen Wertpapieren oder anderen Werten innerhalb einer bestimmten Zeit und zu einem bestimmten Preis.

Call-Put Ratio
Dieser Indikator wird bei Optionen angewandt und misst die Anzahl der laufenden Verkauf- und Kaufoptionen. Überwiegen die Verkaufsoptionen, so wird das als ein Zeichen dafür gewertet, dass die Mehrheit der Marktteilnehmer auf fallende Kurse setzt. Im anderen Falle wird ein Kursanstieg unterstellt.

Cap Floater Rate Notes

Variabel verzinsliche Anleihen mit einer Höchstmarke für die Verzinsung. Die Verzinsung bleibt auf diesen festgelegten Höchstsatz beschränkt, falls die Summe aus Referenzzinssatz und Spread diese Größe überschreitet. Siehe: Floor, Floating Rate Notes.

Caps

Ein Zinssicherungsinstrument, das es ermöglicht, die Zinskosten über einen bestimmten Zeitraum hinweg nach oben zu begrenzen. Die Vertragspartner vereinbaren dabei, dass im Falle eines Anstiegs des Refinanzierungszinssatzes über die festgelegte Zinsobergrenze der Verkäufer dem Käufer die jeweilige Differenz, bezogen auf einen bestimmten nominellen Kapitalbetrag, erstattet. Im umgekehrten Fall findet keine Ausgleichszahlung statt. Die Vertragslaufzeit beträgt i.d.R. zwischen zwei und zehn Jahren, innerhalb der in bestimmten, im voraus festgelegten Zeitabständen (Roll-Over-Termine) ein Vergleich zwischen Referenzzinssatz und Zinsobergrenze stattfindet, so dass es zu mehrmaligen Ausgleichszahlungen kommen kann. Der Verkäufer des Caps, der das wirtschaftliche Risiko eines Zinsanstiegs trägt, erhält als Ausgleich bei Vertragsabschluß eine Prämie vom Käufer, u. U. kann auch eine periodische Zahlung der Prämie vereinbart werden. Der Käufer eines Caps beschränkt sein Verlustrisiko bei sinkenden Zinsen auf die Zahlung der Prämie, gleichzeitig bleibt ihm jedoch die Möglichkeit aufgrund der fallenden Zinssätze Zinsersparnisse zu realisieren. Er kann zu dem von der hohen Flexibilität und der möglichen Vereinbarung langer Vertragslaufzeiten profitieren. Gegenteil: Floor.

Capped Warrants

Miteinander verknüpfte Kauf- oder Verkaufs-Optionsscheine, die auf einen Index abgestellt sind. Bei Ausübung der Kauf- oder Verkaufsoption erhält der Scheininhaber vom Emittenten ein Zahlung. Capped Warrants wurden zur Vermeidung der Zinsbesteuerung aufgelegt, denn sie ergeben meist einen vorausberechenbaren Ertrag. Durch einen Verwaltungserlaß vom 30.04.1993 und das später nachfolgende Missbrauchsbekämpfungsgesetz ist dieser Ertrag jedoch kein steuerfreier Kursgewinn oder Spielgewinn, sondern steuerpflichtiger Kapitalertrag.

Cash-Flow

Kennziffer zur Unternehmensanalyse, die Aufschluss über die Ertrags und Finanzkraft eines Unternehmens gibt. Der Cashflow gibt an, in welchem Maß ein Unternehmen innerhalb eines Abrechnungszeitraumes aufgrund seines wirtschaftlichen Umsatzes über flüssige Mittel verfügen kann. Er ergibt sich aus der Summe von: Jahresüberschuß, Abschreibungen, Veränderung der langfristigen Rückstellungen, Steuern vom Ertrag, Zinsen für Fremdkapital und weiteren betriebswirtschaftlichen Größen. Die Berechnungmethode kann je nach Branche und Land variieren. Insbesondere im Anschluß an umfangreiche Investitionen kann der Cashflow eine aussagekräftigere Kennzahl zur Unternehmensanalyse sein, als das Ergebnis je Aktie.

Cash-Flow-Ratio

Eine Rentabilitätskennziffer, die auf der Basis des Cash-Flows berechnet wird. Sie gibt an, um das wievielfache der Cash-Flow pro Aktie im Kurs der Aktie enthalten ist.

Cash-Settlement

Ausgleich des Bewertungsergebnisses bei physisch nicht erfüllbaren Termingeschäften (z. B. Futures, Optionen auf Indizes)

CDAX

Abk. für Composite-Dax, Aktienindex, der im Gegensatz zum DAX alle an der Frankfurter Wertpapierbörse in die Amtliche Notierung einbezogenen Aktien umfaßt.

CDAX-Warrants

Optionsschein, der als Basiswert den Composite DAX (CDAX) hat.

Central Rate

Englische Bezeichnung für Leitzins.

Certificates of Deposit

Zinstragendes Zinsinstrument (Geldmarktpapier) von Banken mit Laufzeiten zwischen sieben Tagen und einem Jahr. Certificates of Deposit (CDs) sind im Grunde genommen verbriefte Termineinlagen bei Banken, die gehandelt werden. Siehe: Zinstragende Papiere.

Charttechnik

Teilaspekt der technischen Analyse von Wertpapieren. Sie beschäftigt sich vornehmlich mit der Erkennung von Formationen im Chart, z. B. Widerstands- und Unterstützungslinien oder Trendkanälen.

Chartanalyse

Die Chartanalyse ist eine Form der Aktienanalyse, bei dem durch die Beurteilung von Charts kurz- und mittelfristige Kursprognosen gestellt werden. Wirtschaftliche Informationen über das Unternehmen spielen bei der Chartanalyse keine Rolle.

Chi-Quadrat-Test

Mit dem Test werden Verteilungen einander gegenübergestellt und geprüft, ob diese (als Stichprobenverteilung) einer gleichen Grundgesamtheit mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit entstammen können. Die Verteilung der erwarteten absoluten Häufigkeiten ist als Nullhypothese zu interpretieren. Sie legt fest, dass von dieser Verteilung keine großen Abweichungen erfolgen dürfen, da sonst ein signifikanter Unterschied zwischen den Verteilungen zu vermuten ist.

Clearing house

Clearingstelle einer Terminbörse. Die Clearingstelle steht bei jedem Options- oder Terminkontraktgeschäft als Mittler zwischen Käufer und Verkäufer, d.h. Liefer- und Abnahmeverpflichtungen bestehen gegenüber der Clearingstelle.

Clearing

Zentrale Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Ergebnis, dass nur die sich zugunsten oder zulasten eines jeden Teilnehmers ergebenden Salden gutgeschrieben bzw. belastet werden.

Closed End Fund

Siehe: Geschlossener Investmentfonds. Ein Fondtypus, bei dem die Zahl der Anteile feststeht.

Closing Transaction

Glattstellen einer Position im Optionsgeschäft.

Collar

Kombination Kauf eines Caps mit dem Verkauf eines Floors. Dadurch kann der variable Zinssatz einer Verbindlichkeit auf eine Bandbreite zwischen Ober- und Untergrenze festgelegt werden.

Collared Floater

Eine Kombination von (siehe: Floor Floatern und siehe: Cap Floatern). Bei den Capped Floatern darf der variable Zins eine bestimmte Zinsobergrenze nicht übersteigen. Bei den Collared Floatern gibt es - wie bei einem Kragen (collar = Kragen) - eine Begrenzung des variablen Zinses sowohl nach oben als auch nach unten.

Combination

Strategie mit Optionen mit einem out of the money Call und einem out of the money Put.

Commercial Papers

CPs sind kurzfristige unbesicherte fungible Schuldtitel von Banken und Industrieunternehmen. In Deutschland können Commercial Papers im Laufzeitbereich von sieben Tagen bis zu zwei Jahren begeben werden. Siehe: Abzinsungspapiere.

Commodity and Trade Financing

Eine Finanzierungstechnik, die vor allem im Rahmen von Außenhandelsfinanzierungen Anwendung findet. Diese Art der Barkreditfinanzierung zielt speziell auf den Handel mit börsennotierten Handelswaren ab. Die finanzierende Bank stellt die Kreditvergabe weder auf den Lieferanten, noch auf den Abnehmer der zugrundeliegenden Ware ab, sondern lediglich auf die Ware selbst. Commodity and Trade Finanzierungen werden beim Rohstoffhandel mit Unternehmen aus den Staaten des ehemaligen Warschauer Pakts angewandt.

Commodity-Future

Warentermingeschäft auf Rohstoffe. Siehe: Future

Commodity-Warrants

Siehe: Rohstoff-Optionsscheine

Common shares

Englische Bezeichnung für Stammaktien

Composite Asset

Bezeichnung für ein Kombinationsmodell aus einer kurzlaufenden Festzinsanleihe und einer variabel verzinslichen Anleihe.

Condor-Anleihe

Variante einer Aktienindex-Anleihe, bei der die Rückzahlung an den DAX gekoppelt ist. Der Emittent hat das Wahlrecht, die Anleihe zum Nominalwert zurück zu zahlen oder, falls der Schlusskurs des DAX unter bzw. über einem bestimmten DAX-Wert notiert, den Rückzahlungsbetrag nach einer bestimmten Formel zu kürzen. Allerdings wird ein bestimmter Rückzahlungskurs immer zurückgezahlt.

Convertible Arbitrage

Kauf von Wandelanleihen und Leerverkauf der zugrundeliegenden Aktie.

Convertible Bond

Siehe: Wandelanleihe

Convertible Floater

Diese Floater enthalten eine gewisse Zinsgarantie, weil sie dem Anleger ein Wandlungsrecht in eine Festzinsanleihe einräumen. Dies gilt für den Fall, dass der variable Zins unter einen von vornherein festgelegten Mindestzinssatz absinkt.

Coppock

Ein Indikator ähnlich dem Momentum, jedoch durch die Verwendung von gewichteten gleitenden Durchschnitten eine Weiterentwicklung dessen. Auch ist er deutlich langfristiger orientiert als das Momentum, und zielt auf die Erkennung mehrjähriger Trends. Der Coppock wird berechnet, indem zunächst ein Momentum (MOM) gebildet wird. Von diesem wird dann ein gewichteter gleitender Durchschnitt (GGD) berechnet. Als Kaufsignal kann das Durchstoßen der Nullinie von unten nach oben gewertet werden, aber auch eine Trendwende zum positiven, wenn der Graph sich im negativen Bereich befindet. Analog dazu gilt es als Verkaufssignal, wenn die Nullinie wieder unterschritten wird, bzw. wenn sich der Auswärtstrend in der Coppock-Linie abschwächt oder sich gar in einen Abwärtstrend verwandelt.

Corex-Anleihe

Spezial-Anleihe mit geringer Volatilität. Bei fallenden Anleihekursen bleibt der Kurs der Corex-Anleihe stabil. Während bei steigenden Anleihekursen der Kurs der Corex-Anleihe nur marginal zunimmt.

Corner

Planmäßiges Aufkaufen von Wertpapieren (oder auch börsenmäßig o.ä. gehandelten Waren),um auf diese Weise eine Knappheit in diesen Titeln hervorzurufen und Leerverkäufer dadurch in die Ecke zu drängen: Diese sind nämlich gezwungen, zur Eindeckung ihrer Engagements praktisch jeden verlangten Preis (Kurs) zu bezahlen.

Cost-Averaging

Effekt ratierlicher Zahlungen. Infolge veränderlicher Preise werden zum Beispiel bei einem Investmentfonds dafür mal mehr und mal weniger Anteile für den jeweiligen Beitrag gekauft. Auf diese Weise wird ein günstiger durchschnittlicher Einstandspreis erzielt, der unter dem rechnerischen Durchschnitt liegt.

Coupon

Zinsschein bei Wertpapieren.

Courtage

Makler- oder Vermittlungsgebühr, die Börsenmakler für die Vermittlung eines Wertpapiergeschäftes über die Börse erhalten.

Covered call writing

Das Schreiben auf Calls gegen eine bestehende Aktienposition. Kauf der Aktie und Verkauf eines At-the-money Calls oder eines Out-of-the-money Calls im gleichen Basiswert. Der Kauf der Aktie kann früher oder gleichzeitig mit der Optionsposition geschehen.

Covered Warrent

Der Begriff hat sich über die Jahre hinweg inhaltlich weiterentwickelt. Zu Beginn des Optionsscheinmarktes und auch heute noch versteht man unter diesen sogenannten Gedeckten Optionsscheinen Aktien-Optionsscheine, die das Recht zum physischen Bezug von Aktien verbriefen, die sich während der Laufzeit des Optionsscheins in einem gesondert gehaltenen Deckungsbestand befinden. In neuerer Zeit wird immer mehr auf das Instrumentarium des Deckungsbestandes verzichtet. Statt dessen stellen die Emittenten durch den Abschluß von weiteren Finanztransaktionen sicher, dass Lieferansprüche des Optionsscheininhabers bei Ausübung des Optionsrechts erfüllt werden. Darüber hinaus werden mittlerweile auch solche Optionsscheine vom Begriff Covered Warrants erfasst, bei denen statt der physischen Lieferung ein Barausgleich möglich ist. Siehe: Optionsscheine.

Cross Hedge

Absicherung einer Kassaposition durch einen bezüglich des Basisobjekts unterschiedlichen, hinsichtlich der Wertentwicklung ähnlichen Terminkontrakt.

Crossrate

Kreuzkurs, Parität oder Austauschverhältnis zweier ausländischer Währungen zueinander.

Cum

Eine Bezeichnung am Euromarkt für Wertpapiere mit Zins-, Dividenden-, oder sonstigen Bezugsscheinen. Gegensatz: Ex (Ex Dividende).

Currency-Warrants

Optionsscheine auf Währungen

Currency-Swaps

Siehe: Swaps

Custodian fee

Siehe: Depotgebühren




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