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  Finanzlexikon E  
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Early Stage Financing
Instrument der Venture Capital Finanzierung. Die Finanzierung erfolgt in der Frühphasenentwicklung von Unternehmen und wird in der Regel zur Finanzierung der Konzeption bis zum Start der Produktion und Vermarktung verwendet.

Easdaq

Beim Euro.NM handelt es sich um einen Index, der mit Blick auf die Europäische Währungsunion geschaffen wurde. Er soll die Kursentwicklung im Bereich der Neuen Märkte widerspiegeln. Der Euro.NM wurde vom Verbund europäischer Wachstumsbörsen geschaffen und wird seit dem 16. Januar 1998 berechnet. Er faßt die Entwicklung der Kurse am Neuen Markt in Frankfurt, am Nouveau Marché in Paris, dem NMAX in Amsterdam und der Easdaq in Brüssel (Euro.NM Belgium) zusammen. Basis sind die dort ermittelten Indices, die jeweils als Performance- und als Kursindex berechnet werden. Die Berechnung der insgesamt zehn Indices übernimmt die Deutsche Börse in Frankfurt. Bis zur Einführung des Euro erfolgte eine Synchronisierung der Indices durch Umrechnung der Aktienkurse in ECU.

EbB = etwas bezahlt Brief

Es konnte nur ein kleiner Teil der zum notierten Kurs limitierten Verkaufsaufträge ausgeführt werden. Kurszusatz für amtlich mitgeteilte Kurse im Kursblatt.

EbG = etwas bezahlt Geld

Es konnte nur ein kleiner Teil der zum notierten Kurs limitierten Kaufaufträge ausgeführt werden. Kurszusatz für amtlich mitgeteilte Kurse im Kursblatt.

EBIT

Earnings before Interest and Taxes. Gewinn vor Steuern und Zinszahlungen.

Ecu

ECU steht für European Currency Unit und war die erste europäische Währungseinheit.

Edelmetall-Optionsscheine

Optionsscheine, die als Basiswert Edelmetalle (z.B. Gold, Silber) haben.

Effekten

Wertpapiere der Kapitalanlage und -beschaffung mit der Eigenschaft, sich innerhalb ihrer Gattung vertreten (Fungibilität) zu können.

Effektivzins

Gesamterfolg einer Kapitalanlage, gemessen als tatsächliche Verzinsung des eingesetzten Kapitals. Die Rendite wird zumeist in Prozenten angegeben. Sie differiert nahezu immer mit dem Prozentsatz des Nominalzinses oder der Dividende, weil der Erwerbskurs nicht mit dem Nennwert übereinstimmt.

EHS

Elektronisches-Handels-System

Eigenemission

Die Wertpapiere werden direkt vom Emittenten ohne Einschaltung eines Intermediärs (z. B. Bank) bei den Anlegern platziert. Voraussetzung ist, dass der Emittent über eine gute Plazierungskraft verfügt, er also eine Vielzahl von Anlegern direkt erreichen kann. Der Vorteil einer Eigenemission liegt in den geringeren Kosten, da die Vergütungen für das Emissionskonsortium entfallen.

Einheitskurs (Kassakurs)

Kursfestsetzung für geringere Auftragsumfänge sowie für Kassawerte, bei denen pro Böresensitzung nur einmal ein Kurs ermittelt wird.

Einkommensteuer

Ertragssteuer, die das Einkommen natürlicher Personen erfasst. Der in der Bundesrepublik Deutschland ansässige Steuerbürger (Steuerinländer) wird mit seinem Welteinkommen steuerpflichtig. Neben der indirekten Hauptsteuerart Umsatzsteuer bildet die Einkommenssteuer als direkte Steuer in Deutschland wie in anderen Staaten das Rückgrad des Steuersystems. Das Steueraufkommen fließt Bund, Ländern und wegen des Finanzausgleichs im Gegenzug zur Gewerbesteuerumlage auch den Gemeinden zu.

Einschuß

Beim Wertpapierkauf auf Kredit derjenige Betrag, den der Käufer mindestens einzahlen muss. Die Höhe ist von der Art der gekauften Effekten abhängig, aber auch von der Liquiditätssituation der Banken.

Einschuss

Auch: Marge, margin. Im Börsengeschäft der Betrag, der für ein Geschäft einzuzahlen bzw. zu hinterlegen ist. Vor allem bei Termingeschäften an Börsen üblich. Bei Eröffnung einer Terminkontraktposition ist eine initial margin zu entrichten, diemeist 2-7% des Kontraktvolumens beträgt.

Emerging Markets

An der Schwelle zur Industrienation stehende Länder. Emerging Markets im Besonderen sind Argentinien, Brasilien, Chile, Griechenland, Indien, Indonesien, Jordanien, Kolumbien, Malaysia, Mexiko, Nigeria, Pakistan, den Philippinen, Portugal, Südkorea, Taiwan, Thailand, Türkei, Venezuela, Zimbabwe. Zum Teil erreichen diese Märkte bereits hohe Kapitalisierungen und Umsätze. Einige der Emerging Markets sind bereits grösser, als traditionelle Börsenplätze in Europa. Auch die Aktienmärkte der mittel- und osteuropäischen Reformstaaten können zu den Emerging Markets hinzugerechnet werden, vor allem Ungarn, Polen, Tschechien.

Emissionsdisagio

Bei der Emission eines festverzinslichen Wertpapiers wird manchmal ein Disagio eingeräumt. Es stellt einen Abschlag auf den Nennwert dar, mit dem die Feineinstellung des Zinses bewirkt wird. Damit sind Zinsänderungen in der Zeit zwischen dem Antrag auf Genehmigung der Emission und der Ausgabe der Emission abgedeckt.

Emissionskurspolitik

Je nach Lage am Emissionsmarkt ist eine flexible Anpassung der Konditionen einer Emission angezeigt. Im Spannungsfeld zwischen dem Wunsch, einen möglichst hohen Emissionskurs durchzusetzen, um den Zufluß an liquiden Mitteln möglichst zu erhöhen sowie die Kapitalkosten relativ zu senken, und der mit steigendem Agio auf den Nennwert eines Wertpapiers abnehmenden Aufnahmebereitschaft der Anleger ist die Feinabstimmung des Emissionskurses Gegenstand der Emissionskurspolitik, wobei besonders auch langfristige Aspekte berücksichtigt werden müssen, da auch Wirkungen auf das Emmissionsstanding der emittierenden Unternehmung sowie der Emissionsbank bedacht werden müssen.

Emission von Aktien

Das Grundkapital der AG wird aufgestockt. Die Kapitalerhöhung muss in der Hauptversammlung der AG beschlossen werden. Es ist eine Mehrheit von ¾ des bei Beschlußfassung vertretenen Grundkapitals erforderlich. Bei Kapitalerhöhungen steht den Aktionären ein gesetzliches Bezugsrecht zu.

Emissionskonsortium

(Vorübergehende) Vereinigung, insbesondere von Banken (Konsortialbanken), um größere Finanzierungsaufgaben zu lösen unter Verteilung des Risikos, heute hauptsächlich zur Plazierung von Wertpapieren (Emissionen) gebildet.

Emittent

Juristische Person des Privatrechts (meist AG) oder öffentlichrechtliche Körperschaft, die Wertpapiere ausgibt. Emittent ist der Antragsteller der Wertpapiere. Daueremittent ist, wer oft mit Emissionen an den Kapitalmarkt herantritt (Realkreditinstitute).

Enger Markt

Relativ geringe durchschnittliche Tagesumsätze in einem bestimmten Wert, so dass größere Aufträge häufig nicht an einem einzigen Börsentag platziert werden können. Die Ursache dafür kann darin liegen, dass sich der überwiegende Anteil der überhaupt verfügbaren Wertpapiere in wenigen, festen Händen befindet, sie kann aber auch einfach damit zu tun haben, dass die ausgegebene Anzahl der Wertpapiere vergleichsweise gering ist. Enge Märkte müssen den Börsianer zu besonders großer Sorgfalt veranlassen, insbesondere verlangen sie eine strenge Limitierung der Aufträge oder eine Verteilung auf mehrere Termine, Börsenplätze usw., um sich gegen plötzliche, zufällige Schwankungen der Kurse zu schützen.

Equity-Methode

Bewertungsmethode für Anteile an Unternehmen, auf deren Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluß ausgeübt werden kann (assoziierte Unternehmen), bei der der anteilige Jahresüberschuß/-fehlbetrag des Unternehmens in den Buchwert der Anteile eingeht. Bei Ausschüttungen wird der Wertansatz um den anteiligen Betrag gemindert.

Ergebnis je Aktie

Der Jahresgewinn eines Unternehmens, geteilt durch die Anzahl der Aktien. Man erfährt durch das Ergebnis je Aktie (auch: Gewinn je Aktie), wieviel Gewinn eine einzelne Aktie eines Unternehmens erwirtschaftet hat. Der Gewinn ist eine sehr wichtige Kenngröße, allerdings oft relativ zu sehen. Wenn z. B. nach umfangreichen Investitionen der Gewinn nominell niedriger ausfällt, stellt der Cashflow meist eine geeignetere Größe zur Beurteilung des Unternehmens dar.

Ergebnis nach DVFA/SG

Instrument zur Beurteilung der Ertragskraft im Rahmen der Bilanzanalyse, welches als gemeinsame Empfehlung von der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung (DVFA) sowie der Schmalenbach-Gesellschaft - Deutsche Gesellschaft für Betriebswirtschaft (SG) erarbeitet wurde und der Bereinigung des gem. den Vorschriften des HGB ermittelten Jahresüberschusses dient. Bei der Ermittlung des Ergebnisses nach DVFA/SG sind solche Sondereinflüsse zu eliminieren, die eine aussagefähige Erfolgsanalyse, insbesondere im Hinblick auf die Analyse der Ertragsentwicklung eines Unternehmens im Zeitablauf sowie den Vergleich mehrerer Unternehmen miteinander, erheblich erschweren können. Für die Beurteilung der Frage, inwieweit die genannten Sondereinflüsse zu eliminieren sind, ist der Wesentlichkeitsgrundsatz heranzuziehen.

Ergebnis je Aktie

Auch: Gewinn je Aktie. Das Ergebnis je Aktie wird berechnet nach einem bestimmten Verfahren der Deutschen Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung (DVFA). Dieses Ergebnis (Gewinn) ist erforderlich, wenn man das KGV einer Aktie berechnen will. Es ist möglich das Ergebnis je Aktie zu kapitalisieren, man erhält dann den Barwert des Gewinns je Aktie. Mit dem Barwert erhält man eine Kennziffer an die Hand, die es erlaubt, eine Bewertung der Aktie vorzunehmen.

Erneuerungsschein (Talon)

Gutschein auf einem Dividenden- oder Zinsscheinbogen. Gegen Vorlage des Talons erhält der Inhaber des Wertpapiers einen neuen Bogen, sofern alle Dividenden- oder Zinsscheine vorher getrennt und aufgebraucht wurden.

Escomptieren

Ursprünglich: diskontieren. Heute verwendet man i.S.v. Vorwegnahme künftiger Entwicklungen, Geschehnissen an der Börse.

Equity Hedge

Ein durch derivative Anlagestrategien ständig abgesichertes Aktien-Portefolio.

Equity Market Neutral

Ausnutzung von Kurs-Ineffizienzen zwischen Aktien, Branchen und Märkte mit Hilfe der quantitativen Analyse.

Equity Non-Hedge

Stockpikker versuchen, die interessantesten Aktien zu finden.

Equity-Swaps

Siehe: Swaps

Equity-Warrants

Optionsscheine auf Aktien. Siehe: Optionsscheine

Etw. BG

Etwas bezahlt Geld, nur ein kleiner Teil der Kaufangebote wurde erledigt.

Etw.b

Etwas bezahlt Brief, nur ein kleiner Teil der Verkaufsangebote wurde erledigt.

Euribor

European Interbank Offered Rate ist die Abkürzung für den seit 1999 wichtigsten Referenzzinssatz für kurzfristige Geldanlagen unter den Geschäftsbanken. Der Euribor löst die bis zur Umsetzung der dritten Stufe der Europäischen Währungsunion verwendeten Referenzzinssätze für Geldanlagen in den jeweiligen nationalen Währungen ab. Der Euribor wird seit dem 1.Januar 1999 berechnet.

Euro-Bonds

Euro-Anleihen, also internationale Anleihen die auf verschiedene internationale Währungen lauten. Langfristige Ausleihungen, die meist mit gestaffelten Rückzahlungen zwischen 8 und 15 Jahren laufen. Für Bonds ist auch der Ausdruck Debentures gebräuchlich.

Euro-Dollar-Future

Geldmarktfuture, der sich auf eine dreimonatige Euro-Dollar-Geldmarktanlage bezieht und an der LIFFE in London gehandelt wird.

Euro-DM-Future

Geldmarktfuture, der sich auf eine dreimonatige Euro-DM-Geldmarktanlage bezieht. Euro-DM-Futures werden an der LIFFE gehandelt. Der FIBOR-Future hat im Gegensatz zum Euro-DM-Future als Basiswert eine dreimonatige Domestic-Geldmarktanlage und wird an der DTB gehandelt.

Euro-Land

Alle Teilnehmerstaaten der Europäischen Währungsunion.

Euro Medium Term Notes

Mittelfristige Anleihen, die am Euromarkt emittiert werden. Hauptwährung für Euro Medium Term Notes ist der US-Dollar.

European Style

Siehe: American Style.Even-Driven: Anlagestrategien im Hinblick auf mögliche bedeutende Ereignisse wie Fusionen, Übernahmen und Aktien-Rückkäufe.

EWS-Bandbreiten

Im Europäischen Währungssystem EWS waren die Währungen der Mitgliedstaaten über die Verrechnungseinheit ECU aneinander gekoppelt. Innerhalb bestimmter Schwankungsbreiten konnten die Währungen um einen bestimmten Mittelkurs schwanken, ohne dass die jeweiligen Notenbanken kursstabilisierend eingriffen. Seit August 1993 galten Bandbreiten von plus/minus 15 %. Nur für die D-Mark und den niederländischen Gulden galten Bandbreiten von plus/minus 2,25 % .

Ex BA = ex Berichtigungsaktien
Auch: ex Ber. Hierbei handelt es sich um einen Kurszusatz für den Fall, dass ein Berichtigungsabschlag vorgenommen wurde. Es ist die erste Notitz nach der Umstellung des Kurses auf das (aus Gesellschaftsmitteln) berichtigte Aktienkapital. Kurszusatz für amtlich mitgeteilte Kurse im Kursblatt.

Ex BR = ex Bezugsrecht

Auch: ex Bez. Hierbei handelt es sich um einen Kurszusatz am Tage des Bezugsrechtsabschlages. Der Kurs der jungen Aktie wird ab sofort mit Kursabschlag (ohne Bezugsrecht) gehandelt. Meist ist es der vorletzte Börsentag vor Ablauf der Bezugsfrist. Kurszusatz für amtlich mitgeteilte Kurse im Kursblatt.

Exchange Delivery Settlement Price (EDSP)

Abrechnungskurs am letzten Handelstag für Optionen und Futures, die an Terminbörsen gehandelt werden.

Ex D/DivZ = ex Dividende

Ohne Dividende, die Dividende wurde ausgeschüttet. Die Aktie wird ab sofort ohne Dividendenanspruch für das abgelaufene Jahr gehandelt (die vorher im Kurs enthaltene Dividende wurde abgeschlagen).

Exoten

Dieser Ausdruck war früher generell für die Anleihen ausländischer Emittenten gebräuchlich. Heute versteht man darunter die Anleihen kapitalschwacher Länder, deren Bonität nicht immer als gesichert gelten kann.

Expiration Termin

Verfallstermin bei Indexoptionen.

Expansive Fiskalpolitik

Erhöhte Staatsausgaben oder reduzierte Steuersätze.

Expansive Geldpolitik

Eine expansive Geldpolitik findet statt, wenn die Zentralbank das reale Geldangebot erhöht.

Export

Güter und Dienstleistungen, die innerhalb eines Landes produziert und in andere Länder ausgeführt werden. Siehe: Import


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