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  Finanzlexikon I  
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IBCA
Europäische Rating-Agency. (International Bank Credit Agency). Siehe: Rating

IHS
Die Leitlinien für Konzernabschlüsse nach IAS wurden vom International Accounting Standard Committee (IASC) in London festgelegt. Das IASC ist ein internationaler Zusammenschluß von Wirtschaftsprüfern, Finanzanalysten und Industrievertretern. Die meisten Unternehmen, die am Neuen Markt notiert sind, machen ihre Bilanzierung nach IAS.

Iglus

Siehe: Grois

Immediate-or-cancel Auftrag

Auftragsart im elektronischen Handelssytem Xetra. Bestens- oder limitierter Auftrag, der vollständig oder teilweise ausgeführt werden muss, sobald er auf den Markt kommt, wobei nicht ausgeführte Teile annulliert werden.

Implizite Volatilität

Maß für die erwartete Preisfluktuation des Basiswertes, das aufgrund der aktuellen Marktpreise und nicht aufgrund historischer Daten über die Preisfluktuationen des Basiswertes berechnet wird.

Import

Güter, die innerhalb eines Landes konsumiert werden, aber in einem anderen Land produziert wurden. Gegenteil: Export.

Indexanleihen

Bei Indexanleihen sind der Rückzahlungsbetrag und/oder die Zinszahlungen nicht festgelegt. Sie werden vielmehr an Bezugsgrößen angeknüpft, wie zum Beispiel an einen Aktienindex oder einen Preisindex. Da Indexanleihen meist in zwei Teilanleihen herausgebracht werden, haben die Optimisten unter den Käufern die Möglichkeit, eine Bull-Anleihe zu kaufen, während die Pessimisten sich ggf. für eine Bear-Anleihe entscheiden werden.

Index-Optionscheine

Verbriefung des Rechts, eine Ausgleichszahlung bei Überschreiten (Call) bzw. Unterschreiten (Put) eines bestimmten Indexstandes zu erhalten. Da ein Index als Bezugsobjekt effektiv nicht lieferbar ist, können ausschließlich Ansprüche auf Ausgleichszahlungen bestehen.

Index-Zertifikate

Spiegelung eines Indexes, wobei eine feste Laufzeit, sowie ein Cap (obere Grenze) maßgeblich für eine Anlageentscheidung sind. Siehe Neuer Markt-Index-Zertifikat.

Indikator

Eine aus dem Kursverlauf eines Wertpapiers abgeleitete Kurve, die Aussagen über die künftige Entwicklung des Kurses erlaubt. Oder die Kennzahl, die einen Vergleich unterschiedlicher Werte erlaubt, z. B. das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV).

Indossament

(Giro) Auf der Rückseite eines Orderpapiers angebrachte Erklärung, durch die der bisherige Inhaber (Indossant) das Eigentum (mit den damit verbundenen Rechten) an dem Papier auf den von ihm im Indossament genannten (Indossatar) überträgt.

Inflation

Übermäßige monetäre Ausweitungsprozesse, die zu einer Situation führen, in der die gesamte kaufkräftige Nachfrage nach Gütern und Diensten in einer Volkswirtschaft größer ist als das gesamte Angebot. Merkmale der Inflation sind steigende Preise (Geldentwertung) und, falls diese durch staatliche Maßnahmen gestoppt werden, Bildung eines schwarzen Marktes, Flucht in Sachwerte, was wieder erhöhte Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und somit neuen Preisauftrieb zur Folge hat, letztlich Ersetzung des Geldes durch andere nichtmonetäre Tauschmittel.

Inflationsrate

Die prozentuale Rate des Anstiegs des durchschnittlichen Preisniveaus der Volkswirtschaft.

Inflationsrisiko

Die Gefahr, dass der Anleger infolge einer Geldentwertung einen Vermögensschaden erleidet. Dem Risiko unterliegt zum einen der Realwert des vorhandenen Vermögens, zum anderen der reale Ertrag, der mit dem Vermögen erwirtschaftet werden soll.

Inhaberaktien

Nicht auf den Namen lautende Aktien, in denen der Aussteller die Leistung allein dem jeweiligen Inhaber, nicht seiner bestimmten Person verspricht.

Initial Investment

Ersteinzahlung auf ein Investmentkonto oder -programm.

Initial margin

Betrag, den Käufer und Verkäufer bei Eröffnung einer Terminkontrakt-Position gegenüber dem clearing house als Einschuß zu entrichten haben. Die Höhe dieser Sicherheitseinlage richtet sich insbesondere nach Laufzeit und Volatilität des Terminkontraktes. Siehe: Variation margin.

IPO (Initial public offering)

Neuemission = Erstausgabe

Innerer Wert

Vom Anleger zu erzielender Gewinn, wenn er seine Option ausüben würde. Der innere Wert ergibt sich aus der Differenz zwischen dem Basispreis und dem Kurs des Basiswertes, wobei das Optionsverhältnis als Faktor (z.B. 0,5 bei einer Aktie für zwei Optionsscheine) zu berücksichtigen ist.

Insider-Informationen

Weitergabe von Wissen über interne Vorgänge in einem Unternehmen, das der Öffentlichkeit (noch) nicht bekannt ist. Wertpapiertransaktionen und ähnliches aufgrund dieser Kenntnisse nennt man auch Insidergeschäfte.

Insolvenz

Zahlungsunfähigkeit. Gegenteil: Solvenz

Inter-Contract-Spread
Ein typischer Arbitrage-Spread, bei dem man einen Future an einer Börse kauft (verkauft) und den gleichen Kontrakt an einer anderen Börse gleichzeitig verkauft (kauft).

Interimsschein (Zwischenschein)

Vorläufige Bescheinigung über den Besitz von Wertpapieren vor ihrer endgültiger Ausfertigung, wird z.B. bei Neugründung einer Aktiengesellschaft ausgestellt.

Inter-Market-Spread

Das Ausnutzen von irregulären Preisbeziehungen zwischen unterschiedlichen, aber deutlich korrelierenden Handelsobjekten. Man kauft dabei den Future auf das eine Objekt und verkauft den Future auf das andere. Hierbei kann es durchaus sein, dass die in Frage stehenden Objekte an unterschiedliche Börsen gehandelt werden.

International Depositary Receipt (IDR)

Eine Weiterentwicklung der nur für den Gebrauch in den USA vorgesehenen American Depositary Receipts (ADR) im Sinne einer internationalen Verwendung. Die IDR sind 1970 von der Morgan Guaranty Trust Company eingeführt worden und kommen nur außerhalb der USA zur Verwendung.

International Primary Market Association (IPMA)

1984 gegründete Vereinigung führender Emissionshäuser im Bereich Aktien- und Anleiheemissionen (Emission). Die IPMA erlässt allgemeine Empfehlungen und Regeln, die zur Standardisierung und einer verbesserten Transparenz des Primärmarktgeschäftes beitragen sollen. Über 100 führende Emissionshäuser in Amerika, Asien und Europa haben sich der IPMA bereits angeschlossen (Stand '94).

In the money (ITM)

Option mit innerem Wert, im Geld liegend.

Intraday-Reversal

Die Umkehrung der Kurse innerhalb eines Tages.

Inverse Zinsstruktur

Die Renditen für kurzfristige Anlagen sind höher als für längerfristige.

Investmentfonds

Die Bündelung der Gelder vieler Anleger, um sie nach dem Prinzip der Risikomischung in verschiedenen Vermögenswerten (Wertpapieren, Geldmarktinstrumenten, Immobilien, stille Beteiligungen) anzulegen und fachmännisch zu verwalten. Investmentfonds (bzw. Sondervermögen) ist damit die Bezeichnung für die Gesamtheit der von Anlegern eingezahlten Gelder und der hierfür angeschafften Vermögenswerte. Über die konkrete Anlagepolitik eines einzelnen Fonds geben der jeweilige Verkaufsprospekt und die Vertragsbedingungen verbindliche Auskunft.

Investor Relations

Der Begriff beschreibt die aktive Pflege der Beziehung zwischen dem Unternehmen und seinen tatsächlichen oder potentiellen Anteilseignern. Das Ziel ist dabei, durch Kommunikation von Informationen die Kapitalanleger zum Investment in das betreffende Unternehmen zu veranlassen. Die Investor Relations-Politik großer Unternehmen ist in der Regel auf institutionelle Investoren, wie Investmentfonds, Pensionskassen und Versicherungen ausgerichtet, kann sich aber auch an Privatanleger wenden.

Issue linked Warrants

Optionsscheine, die aus der Emission von Optionsanleihen oder Genußscheinen mit Optionsrechten stammen. Issue linked Warrants haben im Gegensatz zu nackten Optionsscheinen längere Laufzeiten von bis zu zehn Jahren. Issue linked Warrants werden emittiert, um zum Emissionszeitpunkt die Optionsanleihe oder den Genußschein über einen zusätzlichen Investitionsanreiz für den Anleger interessanter zu gestalten. Die Erfüllung bei Issue Linked Warrants erfolgt in der Regel physisch, d.h. der Emittent liefert den Basiswert bei Fälligkeit an den Anleger.


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