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  Finanzlexikon L  
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Ladder-Warrants
Exotischer Optionsschein, bei dem der Kurs des Basiswertes in eine Skala mit Abschnitten gleicher Länge unterteilt wird. Dadurch entsteht eine Leiter, die diesem Optionsschein den Namen gab.

Last trading day

Der Tag, an dem der letzte Handel von Termin- und Optionskontrakten erfolgt. Die hiernach noch bestehenden offenen Positionen werden durch physische Erfüllung geschlossen.

Leerverkauf

Spekulative Nutzung von rückläufigen Kursen ohne Depotbestand im Termingeschäft. Der Leerverkäufer kann über seine Bank Aktien verkaufen, die er nicht besitzt, aber von der Bank vorübergehend bereitgestellt bekommt. In solch einem Fall spricht man davon, dass der Investor die Aktie short gegangen ist, geshortet oder eben leerverkauft hat. Die Bank wiederum leiht sich die Aktien von einem Inhaber dieser Aktien, sofern sie sie nicht selbst im Depot führt, und berechnet dem Leerverkäufer entsprechende Gebühren. Hat der Leerverkäufer Glück, dann fällt der Kurs der Aktie unter den Kurs, zu dem er short gegangen ist, d.h. unter dem Preis, zu dem er ursprünglich verkauft hat. Nun kann der Leerverkäufer die verkauften Aktien zu einem geringeren Kurs eindecken, d.h. einkaufen bzw. in Bestand nehmen, als den, zu dem er ursprünglich verkauft hatte. Er kann jetzt die geliehenen Aktien auslösen und, wenn der Kursrückgang groß genug war, alles in allem, d.h. nach Abzug der Gebühren, einen Gewinn einbehalten aus der Differenz zwischen Verkaufs- und Kaufpreis.

Legal Tender

Gesetzliches Zahlungsmittel eines Landes

Leitzinsen

Siehe: Diskont

Leverage-Effekt

Die Erhöhung der Eigenkapitalrentabilität durch Fremdfinanzierung von Investitionen, deren Gesamtkapitalrentabilität über dem Fremdkapitalzins liegt, wird in der angelsächsischen Literatur als Leverage-Effekt bezeichnet, d.h. als Hebelwirkung zunehmender Verschuldung auf die Eigenkapitalrentabilität oder - anders formuliert - als Abhängigkeit der Eigenkapitalrentabilität von der Gesamtkapitalrentabilität, dem Fremdkapitalzinssatz und dem Verhältnis von Fremdkapital zu Eigenkapital, d.h. dem Verschuldungsgrad. Dieser Effekt kann allerdings auch negativ sein. Liegt der Fremdkapitalzins über der Gesamtkapitalrentabilität, so verwandelt sich der Vorteil, durch kostengünstiges Fremdkapital die Eigenkapitalrentabilität zu erhöhen in einen bedenklichen Nachteil, weil dann die Eigenkapitalrentabilität um so stärker zurückgeht, je höher der prozentuale Anteil des Fremdkapitals am Gesamtkapital ist. Der Gesamtertrag ist gleich der Gesamtkapitalrentabilität multipliziert mit dem Eigenkapital plus dem Fremdkapital.

Leveraged Floater (Super Floater)

Eine sehr spekulative Variante variabel verzinslicher Anleihen.

Liabilities

Bezeichnung für Verbindlichkeiten (Passiva). Gegensatz: Assets (Vermögenswerte)

Libor (London Interbank Offered Rate)

Geldanlage zu einem in regelmäßigen Abständen angepassten Zinssatz. Wird auch Floater genannt.

Liquidation

Die freiwillige Auflösung eines Unternehmens. Das Wesen der Liquidation besteht darin, dass alle Vermögensteile planmäßig veräußert und die Schulden beglichen werden. Während der Liquidation erhält die Firma den Zusatz i.L., d.h. in Liquidation. Nach der Auflösung wird die Firma gelöscht.

Limit

Grenze, Grenzwert, bezogen auf den Kurs oder den Ausführungszeitpunkt des Auftrags, Aktien, Optionen.

Long

Hat man Wertpapiere gekauft, so wird man als Long bezeichnet. Gegenteil: Short

Long-call

Kaufposition eines Kaufoptionsscheines. Gegensatz: short-call. Siehe: Optionsscheine.

Long-Position

Kaufposition im Kassa- oder Terminmarkt. Es wird mit steigenden Kursen gerechnet. Gegens.: Short-Position.

Long-put

Verkaufsposition eines Verkaufsoptionsscheines. Gegenteil: short-put. Siehe: Optionsschein.

Look-back-Optionsscheine

Exotische Optionsscheine, die der Long-Position das Recht gewähren, einen Call zum niedrigsten und einen Put zum höchsten Kurs auszuüben, der innerhalb eines bestimmten Zeitraumes, der sogenannten Look-back-Periode, erreicht wird. Im Vergleich zu normalen Optionsscheinen steht bei einem Look-back-Optionsschein der Basispreis zum Emissionszeitpunkt noch nicht fest.

Look-back-Periode

Zeitraum bei Look-back-Optionsscheinen, in dem der Basispreis bei Call-Optionsscheinen auf den niedrigsten Kurs des Basiswertes bzw. bei Put-Optionsscheinen auf den höchsten Kurs angepaßt wird. Die Look-back-Periode ist in der Regel kürzer als die Laufzeit des Optionsscheines.


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