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  Finanzlexikon S  
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S&P 500
Bei dem Standard & Poor's 500 handelt es sich um einen US-amerikanischen Börsenindex, dem ein Portefeuille aus Aktien in einer bestimmten Zusammensetzung zugrunde liegt. Dieser Index setzt sich aus 400 Industrieaktien, 40 Versorgungswerten, 20 Aktien von Verkehrsgesellschaften und 40 Aktien von Finanzinstitutionen zusammen.

Saros

Siehe: Grois

Scalpers

Sind an der Börse nur ganz kurzfristig am Markt, sie leben von den kleinen Ausschlägen, die man am großen Markttrend erkennt, wenn man seinen Verlauf durch die Lupe betrachtet.

Schatzanweisungen

Schuldverschreibungen, sowohl kurz- als auch mittelfristig, die vom Bund, den Ländern und/oder den Sondervermögen des Bundes emittiert werden. Man unterscheidet unverzinsliche Schatzanweisungen: die Vergütung erfolgt durch Diskontierung festverzinsliche Schatzanweisungen: siehe Kassenobligationen. Schatzanweisungen werden in den amtlichen Handel an allen deutschen Wertpapierbörsen eingeführt. Die Stückelung beträgt 5.000,- DM oder ein Vielfaches hiervon.

Schuldscheindarlehen
Papiere von Banken, Ländern, Bund, Bahn und Post, die nicht an der Börse gehandelt werden. Ein Schuldscheindarlehen ist ein abtretbarer Vertrag zwischen dem Darlehensgeber und dem Darlehensnehmer. Schuldscheindarlehen fallen rechtlich nicht unter Wertpapiere. Die Laufzeiten können bis zu 15 Jahren betragen. Für Privatanleger sind Schuldscheindarlehen als Anlagemedium uninteressant, da der Mindestanlagebetrag bei mehreren Millionen DM liegt.

Schuldverschreibung

Urkunde, in der sich der Aussteller den Inhabern gegenüber zur Rückzahlung der geliehenen Geldsumme und einer laufenden Verzinsung oder einer sonstigen Leistung verpflichtet.

SEC

Abk. für Securities and Exchange Commission, oberste Wertpapier- und Börsenkommission der USA, die den gesamten US-Wertpapiermarkt beaufsichtigt.

Second Marche

Der französische Second Marchè entspricht dem amerikanischen OTC-Markt, in dem Freiverkehrswerte over the counter gehandelt werden. Siehe: OTC-Markt.

Secundary-Trend (Sekundärer Trend)

Kursbewegung entgegen dem Major-Trend von mittelfristiger Natur (1 bis 6 Monate).

Securitization (Sekurisation)

Zertifizierung, Verbriefung, wertpapiermäßige Unterlegung und Absicherung von Forderungen zwecks Handelbarkeit.

Sekundärmarkt

Der Markt, der sich nach Emission eines Wertpapiers ergibt. Siehe: Primärmarkt.

Self Tender

Unter dem Begriff versteht man den Rückkauf eigener Aktien am Markt.

Settlement

Geschäftsabschluß, den Austausch von Handelsobjekt und Geldgegenwert beinhaltend. Mit Settlement wird die Erfüllung eines Finanzgeschäftes, insbesondere eines Termingeschäftes, bezeichnet. Man unterscheidet zwischen Cash-Settlement (Differenzausgleich in Geld) und physischem Settlement (Lieferung des Basiswertes).

Shake out

Diese Ausschüttelbewegung kommt durch eine Manipulation zustande, mit der der Kurs einer guten Aktie von interessierter Seite heruntergeredet wird, um billig einsteigen zu können. Nicht selten erfolgt nach dem Shake out ein sofortiger starker Kursanstieg.

Shareholder

Aktionär, Anteilhaber. Auch: Stockholder

Shareholder-Value

Bewertungsgröße für Unternehmen, strategische Geschäftseinheiten oder Strategien. Der Bewertung liegt die Annahme zugrunde, dass der Wert eines Unternehmens für die Anteilseigner (Shareholder) durch Diskontierung aller zukünftig im Unternehmen zu erwartenden Cash Flows näherungsweise bestimmt werden kann. Strategische Entscheidungen lassen sich unter dieser Annahme danach beurteilen, welche Veränderungen sie in bezug auf den künftig zu erwartenden Cash Flow bewirken. Der Shareholder Value kann im Rahmen des strategischen Kostenmanagements eingesetzt werden, um auf der Basis einer langfristigen Sichtweise Strategien zu bewerten und auszuwählen.

Short

Verkaufsposition. Leerverkauf, d.h. ein Geschäft, das mit einem Verkauf beginnt und später durch einem Kauf abgeschlossen wird. Gegens.: Long.

Short-call

Verkaufsposition eines Kaufoptionsscheines. Gegenteil: long-call

Short-put

Verkaufsposition eines Verkaufsoptionsscheines. Gegenteil: long-put

Short-gehen

Eine kurzfristige, ungedeckte Börsenaktivität vornehmen. Gegenteil.: Long-gehen

Short Selling

Leerverkauf von Aktien, die als Baisse-Kandidat angesehen werden.

Side-by-side-trading

Gleichzeitiger Handel z.B. von Aktien und Optionen.

Single Purpose Company

Der Name bedeutet, dass das so bezeichnete Unternehmen nur einen einzigen Geschäftszweck verfolgt. Oft werden solche Gesellschaften gegründet, wenn sich mehrere Unternehmen zur Realisierung eines speziellen Projekts - wie beispielsweise dem Bau einer Großimmobilie, eines Kraftwerks oder der Entwicklung einer technischen Innovation - zusammenschließen.

Skontro

Geschäftsbuch eines Börsenmaklers, in dem er die Kauf- und Verkaufsaufträge zum Zwecke der Kursfeststellung notiert. Siehe: Dachskontro.

Sky-Warrants

SKY steht für Spread Knock-out Yield. SKY-Warrants sind Zins-Optionsscheine mit mehreren Basiswerten, mit denen von einer Veränderung des Renditespreads (Yield-Spreads) zwischen italienischen zehnjährigen Swapsätzen und zehnjährigen DM-Swapsätzen profitiert werden kann. Im Gegensatz zu normalen Standard-Optionsscheinen wird also nicht auf die Entwicklung eines Wertes gesetzt, sondern auf die relative Entwicklung zweier Werte.

Small-caps

Kleinere Aktiengesellschaften, die nicht zu den umsatzstarken Unternehmen der Hauptindizes gehören.

SMAX

Der Frankfurter Börsenindex SMAX für kleine Unternehmen unterhalb des MDAX wird seit dem 26. April notiert. Aktiengesellschaften mittelständischer Struktur, die nicht in den Neuen Markt passen, hatten bisher keine Gelegenheit, sich internationalen Investoren ausreichend zu präsentieren. Hinter dem SMAX steht die Idee, die Börsenattraktivität kleiner Aktiengesellschaften deutlich zu verbessern.

Sorten

Ausländische Banknoten und Münzen, d.h. Bargeld, auf ausländische Währung lautende Sorten sind Gegenstand des Geldwechselgeschäfts der Banken. Siehe: Devisen.

Sonderdepot

Ein für bestimmte Zwecke eingerichtetes Depot aufgrund gesetzlicher Vorschriften oder Vereinbarungen zwischen Bank und Kunde, wie z.B. Treuhänderdepots, Gemeinschaftsdepots, Anderdepots.

Sozialprodukt

Summe aller rechenbaren Wertschöpfungen in einer Volkswirtschaft. Der Wert aller Güter, die in einer Volkswirtschaft in einer Periode produziert werden, ist der Bruttoproduktionswert. Wenn man davon die in die Produktion eingegangenen Vorleistungen subtrahiert, erhält man den Nettoproduktionswert oder das Bruttoinlandsprodukt zu Marktpreisen. Zum Bruttosozialprodukt zu Marktpreisen gelangt man, indem man zu letzterem die Auslandseinkünfte der Inländer addiert und von dieser Summe die Inlandseinkünfte der Ausländer subtrahiert. Das Bruttosozialprodukt zu Marktpreisen umfaßt also: privaten und staatlichen Verbrauch, Außenbeitrag als Export minus Import und Bruttoinvestitionen. Das Nettosozialprodukt zu Marktpreisen unterscheidet sich vom Bruttosozialprodukt dadurch, dass es nur die Nettoinvestition, also nicht auch die Abschreibungen, umfaßt.

Spekulationsfrist

Falls ein Anleger innerhalb dieser Frist z.B. eine Aktie gekauft und diese auch wieder verkauft hat, muss er einen eventuell anfallenden Gewinn entsprechend versteuern.

Splitting

Erhöhung der im Umlauf befindlichen Aktien ohne gleichzeitige Kapitalerhöhung. Bei einem Split 1:2 erhalten Aktionäre 2 neue Aktien für 1 alte Aktie. Die neuen Aktien sind dabei genau die Hälfte wert. Das Splitting dient hauptsächliche dem Zweck, aus schweren Aktien leichte zu machen, um sie so für den Anleger vom Preis her optisch attraktiver zu machen.

Spot-Markt

An den internationalen Warenbörsen Bezeichnung für Geschäfte mit sofortiger Bezahlung und Lieferung. Es sind also reine Kassageschäfte.

Spread

Allen Arten von Spreads ist gemein, dass zu deren Einrichtung Optionen derselben Klasse gleichzeitig gekauft und verkauft werden, wobei sich entweder nur die Laufzeiten oder nur die Ausübungspreise dieser Option unterscheiden.

Stagflation

Das gleichzeitige Auftreten von Inflation, Rezession und hoher Arbeitslosigkeit. Siehe: Inflation, Deflation.

Stagging

Bezeichnung für eine besondere Art der Spekulation, die sich auf Neuemissionen am Aktienmarkt bezieht.

Stammaktie

Anteil am Gesellschaftskapital ohne Einschränkung der verbrieften Rechte. Siehe: Vorzugsaktie.

Standard & Poor's

Rating-Agency. Siehe: S&P

Step-up-Anleihe

Zinsinstrument, dessen Nominalzinssatz während der Laufzeit des Papiers nicht konstant ist, sondern nach einem festgelegten Plan steigt (z.B. Bundesschatzbriefe, Gleitzinsanleihe, Kombizinsanleihe, Anleihe mit Gläubigerkündigungsrecht).

Stillhalter

Verkäufer eines Optionskontraktes, z.B. Besitzer von Aktien, der Kaufoptionen auf diese Aktien verkauft (Stillhalter in Wertpapieren), oder der Stillhalter in Geld, der Verkaufsoptionen verkauft.

Stochastik nach Lane

Einer der bekanntesten und am häufigsten verwendeten Oszillatoren stellt die Stochastik dar, die von G. C. Lane entwickelt wurde. Die Bezeichnung dieses Indikators ist etwas irreführend, weil weder Berechnung noch Interpretation des Stochastik-Indikators etwas mit Wahrscheinlichkeitsrechnung zu tun haben. Man unterscheidet zwischen Fast (=schnell) und Slow (=langsam) Stochastik. Hier wird die Fast-Variante beschrieben. Ein Stochastik-Wert wird berechnet, indem die Differenz zwischen Schlußkurs und dem Tief der letzten n-Tage mit der Kursbreite desselben Zeitraums ins Verhältnis gesetzt wird. Die Werte, die man damit erhält, werden exponentiell geglättet. Dies stellt die Stochastik-Linie dar. Die Signallinie stellt wiederum einen gleitenden Durchschnitt der Stochastik dar. Die Stochastik-Linie wird oft auch als %K-Linie, die Signallinie als %D-Linie bezeichnet. Beide Linien notieren stets zwischen 0 und 100. Hohe Stochastik-Werte signalisieren einen überkauften Zustand, niedrige Stochastik-Werte einen überverkauften Zustand. Eine Interpretation der Stochastik ähnlich wie beim OBOS-Oszillator ist möglich. Die Signallinie ermöglicht jedoch differenziertere Ansätze. Die Kreuzung von %K- und %D-Linie kann als Kauf- und Verkaufssignal genutzt werden. Übersteigt die %K-Linie die %D-Linie, liegt ein Kaufsignal vor. Die umgekehrte Schnittrichtung ist analog als Verkaufsignal zu interpretieren.

Stockdividende

Gewinnbeteiligung in Form junger Aktien.

Stop-buy-Limit

Grenzwert einer Stop-buy-Order

Stop-buy-Order

Siehe: Stop-Order

Stop-loss-Order

Siehe: Stop-Order

Stop-Loss-Limit

Grenzwert einer Stop-Loss-Order

Stop-Order

Auftrag an den Makler, dann zu agieren, wenn sich in bezug auf den Kurs ein gefestigter Preis gebildet hat oder wenn das gesetzte Limit erreicht ist.

Straddle

Kombination von Kauf- und Verkaufsoptionen (1 Call + 1 Put) derselben Aktien mit demselben Basispreis und derselben Laufzeit im Optionshandel. Folgend wird ein Long-Straddle graphisch näher beleuchtet.

Straight Bonds

Klassische festverzinsliche Anleihen mit einem festen Nominalzins, einer bestimmten Laufzeit und einer Rückzahlung zu 100% des Nennwertes. Wohl am bekanntesten sind Bundesschatzanweisungen, Bundesobligationen oder Bundesanleihen.

Strangle

Gleichzeitiger Kauf oder Verkauf von call- und put-Optionen mit identischen Fälligkeiten, jedoch unterschiedlichen Basispreisen ( In the money Calls + in the money Puts), diese liegen bei den call-Optionen oberhalb, bei den put-Optionen unterhalb des Marktpreises des Basisobjektes. Folgend wird ein Long-Strangle graphisch näher beleuchtet werden.

Strap-Spread

Variante des Spreads (Vermutung Aufwärtstrend). Siehe: Spread

Strike Price

Dies ist der Preis (bzw. Kurs), zu dem vereinbarungsgemäß eine Option ausgeübt werden kann.

Strip-Spread

Variante des Spreads (Vermutung Abwärtstrend). Siehe: Spread

Stripped Bonds

Entstehen, wenn Zinskupons von der in der Schuldverschreibung verbrieften Hauptforderung abgetrennt werden. Soweit die Hauptforderung oder einzelne Zinskupons getrennt gehandelt werden, handelt es sich um Papiere ohne laufenden Zinsertrag, die vom Grundgedanken her mit Null-Kupon-Anleihen vergleichbar sind.

Stückaktie

Eine unechte nennwertlose Aktie. Die Gesellschaft verfügt über ein nennbetragsmäßig festgesetzes Grundkapital. Das Grundkapital ist in Aktien zerlegt, die jeweils einen gleichgroßen Teilbetrag des Grundkapitals repräsentieren, d.h. unterschiedliche anteilige Grundkapitalbeträge vergleichbar den bisher existierenden unterschiedlichen Nennbeträgen sind nicht zulässig. Aufgrund der, in der Satzung festgelegten, Gesamtzahl der Aktien ergibt sich, welchen Bruchteil des Grundkapitals eine einzelne Aktie verkörpert. Dieser rechnerische Nennwert muss mindestens 1 Euro betragen. Auf der Aktienurkunde ist kein Nennwert mehr aufgedruckt, sondern beispielsweise die Bezeichnung 1 Aktie der XY-AG. Der Aktieninhaber kann seine Beteiligungsquote nicht unmittelbar der Aktienurkunde entnehmen. Hierzu muss er die Satzung der Gesellschaft einsehen, um die Anzahl der insgesamt ausgegebenen Aktien zu erfahren. Eine Kapitalmaßnahme, die zu einer Veränderung des Anteils führt, bewirkt lediglich eine Änderung in der Satzung und macht keine Anpassung der Aktienurkunde erforderlich.

Subskription

Zeichnen von Anleihen oder Aktien. Die Subskription gliedert sich in die Aufforderung zur Zeichnung, die Zeichnung und die Zuteilung an den Zeichner.

Swap

Als Alternativen zu direkten Finanzierungen (Anleihe, Festsatzkredit) an den internationalen Finanzierungsmärkten haben sich Zins- und Währungsswaps als Quelle für kostengünstiges festverzinsliches Fremdkapital erwiesen. Bei dem reinen Zinsswap geht es um den Austausch von Zinszahlungsverpflichtungen in einer Währung für eine bestimmte Laufzeit. Wesentlich ist, dass die auf den gleichen Ausgangsbetrag zu leistenden Zinsen unterschiedlichen Zinsberechnungen unterliegen und durch den Swap keine gegenseitigen Kapitalforderungen entstehen. Sinn eines solchen Tausches ist es, den relativen Vorteil, den jeweils eine Partei gegenüber der anderen aufgrund ihrer Stellung an einem bestimmten Finanzmarkt hat, mit der anderen Partei zu tauschen. Das gleiche gilt auch sinngemäß für Währungsswaps. Hauptmerkmal eines Währungsswaps ist, dass die zu tauschenden Verbindlichkeiten in verschiedenen Währungen begründet sind.

Swap-Satz

Der Kursunterschied zwischen dem Terminkurs und dem Kassakurs einer Währung. Es ist also ein Begriff aus dem Devisenmarkt. Die Bundesbank legt den Swap-Satz bei ihren Swap-Geschäften fest und kann hierdurch die zwischenstaatlichen Geldströme steuern.

Swaption

Option auf einen Swap. Vereinbarung, die dem Käufer der Option das Recht gibt, gegen Zahlung einer Optionsprämie zu einem festgelegten Zeitpunkt in einen hinsichtlich Laufzeit und Zinshöhe fixierten Swap einzutreten.

SWIFT

Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Sitz: Brüssel. SWIFT ist ein von Banken Europas und Nordamerikas gegründetes System, um den internationalen Zahlungsverkehr zu beschleunigen und zu standardisieren. Über 600 Mitgliedsbanken in 28 Ländern. Das System wurde dahingehend erweitert, dass neben dem internationalen Zahlungsverkehr auch Inkasso- und Akkreditivgeschäfte, Wertpapier-, Devisen-, Edelmetall- und sonstige Geschäfte abgewickelt werden können.

Switching

Verkauf von Wertpapieren, deren Aussichten nicht mehr günstig erscheinen, und Anlage des Erlöses in andere, mehr Erfolg versprechende Wertpapiere.


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